Regiopole in Deutschland

Was ist eine Regiopole?

Die "Regiopole" ist eine von der Universität Kassel entworfene Bezeichnung zur Einordnung von größeren Gebietseinheiten. Regiopole werden zukünftig die Gebiete bezeichnet, welche größer als ein „Oberzentrum“, jedoch kleiner als eine „Metropole“ sind. Der Begriff Regiopole, umfasst die Großstädte, welche deutlich von anderen Metropolen entfernt sind, bis zu 300 Tausend Einwohner und mindestens eine Hochschule haben.

Es existieren bereits elf Metropolen in Deutschland, welche jedoch im Nordosten zwischen Hamburg und Berlin nicht vorhanden sind. Großstädte, wie beispielsweise Rostock oder Erfurt, die, wie auch Metropolen, eine sogenannte Magnetkraft auf die gesamte angrenzende Region entfalten, sollen künftig durch den Begriff „Regiopole“ gekennzeichnet werden.

Regiopole stehen somit für die wirtschaftliche Vielfalt und als zentraler Standpunkt der umliegenden Region. Sie sollen als wichtiger Knotenpunkt agieren und neue Lösungen für die wirtschaftliche Situation der Region bieten. Eine enge Zusammenarbeit mit den Metropolen und der angrenzenden Region sollen zur Förderung der strukturschwachen Gebiete, wie beispielsweise den ländlichen Gegenden dienen. Die Etablierung dieser strukturschwachen Regionen soll durch die enger werdenden Netzwerke und Strukturen, sowie durch die erforderlichen Partnerschaften zu der Regiopole entstehen.

Durch die Regiopole entwickeln sich weitgehende Möglichkeiten dieser Region, da die eigenständige Entwicklung in Zusammenarbeit mit den Metropolen keine Konkurrenz, sondern ein wirtschaftliches Miteinander ergibt. Die wachsende Standortqualität einer Regiopole soll eine Steigerung der Wohn- und Lebensqualität ermöglichen. Arbeitsplätze entstehen durch die expandierenden und neuangesiedelten Unternehmen, welche auf die Wirtschaftsstandorte aufmerksam werden und Ihre Vorteile daraus ziehen.

Einen weiteren wichtigen Aspekt einer Regiopole stellt die finanzielle Förderung dar. Bislang wurde die finanzielle Förderung im Bezug auf Wirtschaft und Wachstum größtenteils auf die Metropolen in Deutschland verteilt. Durch die Entwicklungsmöglichkeiten einer Regiopole als wichtiger wirtschaftlicher Knotenpunkt in Deutschland, sollen diese Standorte in Zukunft mehr gefördert werden.  

Als Impulsgeber für die regionale Entwicklung sollen die Regiopole neue wirtschaftliche Aufgaben in Selbstorganisation lösen und das Wachstum der kleineren Ballungszentren fördern. Das gesamte Wachstum soll sich durch die Bündelung und gemeinsame Nutzung der Potentiale von Regiopole und der umliegenden Region umgesetzt werden.

Im Rahmen der Forschungen an der Universität Kassel ist eine studentische Arbeit zur Region Rostock im Bezug auf Regiopole angefertigt worden. Die Universität mit den Fachbereichen Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung beschäftigt sich mit den Potenzialen von kleineren Großstädten außerhalb der Regionen, in denen bereits Metropolen vorhanden sind. Diese Großstädte wie beispielsweise Rostock werden, national und international, wie auch die Metropolen, als Teil der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands und der Welt betrachtet.

Die erste Regiopole in Deutschland

Professor Iris Reuther hat in Kassel bereits 33 potenzielle deutsche Regiopole ermittelt. Die Hansestadt Rostock ist die erste Regiopole in Deutschland, die das Konzept übernimmt. Die „Regiopole Rostock“ zeigt das Selbstbewusstsein der Hansestadt und das damit verbundene Ziel, die Stadt als attraktiven Standort für Wirtschaft und Wissenschaft weiter auszubauen und aus internationaler Sicht auf Deutschland besser zu positionieren. Als Wirtschaftszentrum Nr. 1 in Mecklenburg Vorpommern bietet die Hansestadt Rostock die besten Vorraussetzungen für eine Regiopole. Rostock ist mit seiner hervorragenden Infrastruktur, Seehäfen, Flughafen, sowie ausgezeichneten Verbindungen zur Region der Verkehrsknotenpunkt im Nordosten Deutschlands.

Die Regiopole Rostock bietet ideale Bedingungen als Drehscheibe in Richtung Zentraleuropa, Skandinavien, Finnland, Russland und ins Baltikum. Als Regiopole wird die Hafen- und Universitätsstadt Rostock die weitere wirtschaftliche Entwicklung in Norddeutschland mitbestimmen. 

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