Ein Vergleich von OpenSource und kommerziellen Content-Management-Systemen

OpenSource Content-Management-Systeme

Wie der Name bereits sagt, steht bei OpenSource Produkten der Sourcecode allen Nutzern offen, und kann somit auf die individuellen Bedürfnisse angepasst und um eigene Entwicklungen erweitert werden. Doch auch ohne individuelle Eingriffe bieten die meisten OpenSource Produkte, wie z.B. Typo3, bereits umfassende und komplexe Funktionalitäten. Die somit als sehr mächtig zu bezeichnenden Systeme sind besonders für den Enterprise Einsatz geeignet.
OpenSource Content-Management-Systeme, wie zum Beispiel Typo3, werden größtenteils von Technikern entwickelt und sind daher auf ihre technische Funktionalität hin optimiert. Damit entsprechen diese Systeme genau den Anforderungen von Softwareentwicklern und fachkompetentem Personal, die selbst CMS Projekte mit diesen OpenSource Produkten entwickeln und später häufig auch die Pflege der Seiteninhalte übernehmen. Durch ihre sehr technisch geprägte Gestaltung, erfüllen die Benutzeroberflächen von OpenSource Content-Management-Systemen perfekt die Anforderungen von IT-Spezialisten. Für durchschnittliche Computerbenutzer sind sie allerdings zu kompliziert und daher nur schwer zugänglich.

OpenSource CMS, Bsp.: Typo3

Vorteile

Keine Lizenzkosten
- Umfassendes Content-Management-System für komplexe Enterprise-Projekte
- Workflow-Management
- Erstellung beliebiger eigener Templates möglich
- Hohe Flexibilität durch Erweiterungsmöglichkeiten über PHP
- Programmiersprache PHP sehr weit verbreitet
- Mehr als 500 Typo3-Agenturen im deutschsprachigen Raum
- Sehr große Typo3-Community
- Offener Sourcecode
- Kostenlose Nutzung von mySQL

Nachteile
- Erstellung von Templates erfordert eigene Scriptsprache
- Sehr lange Einarbeitungszeit für Entwickler von ca. 4 Wochen (Quelle: Typo3 Dokumentation)
- Komplexe Benutzeroberfläche für Redakteure ohne IT-Spezialkenntnisse schwer bedienbar -> hoher Schulungsaufwand
- Hohe Implementierungs- und Projektgesamtkosten

Kommerzielle Content-Management-Systeme

Im Gegensatz zu OpenSource Produkten, stehen bei kommerziellen Content-Management-Systemen wie z.B. Weblication® CMS und RedDot die Bedürfnisse der Redakteure sowie die möglichst reibungslose Abwicklung von Geschäftsprozessen im Mittelpunkt. Die Produktentwicklung erfolgt daher nicht in erster Linie aus technischer Sicht, sondern der Fokus liegt vielmehr auf der Prozessoptimierung und der Kostenreduzierung. Die Technik dient in erster Linie dazu, das CMS möglichst schnell einsetzbar zu machen, dessen zügige und einfache Implementierung zu gewährleisten und Redakteuren eine intuitive und damit einfache Bedienoberfläche zur Verfügung zu stellen. Damit wird nicht zuletzt jenen Faktoren Rechnung getragen, die maßgeblich mit für die Entwicklung der Gesamtkosten eines CMS-Projektes verantwortlich sind.

Kommerzielles CMS, Bsp.: Weblication® CMS Enterprise

Vorteile
- Umfassendes Content-Management-System für komplexe Enterprise-Projekte
- Workflow-Management
- Erstellung beliebiger eigener Templates möglich
- Integriertes Dokumentenmanagement
- Keine Festlegung auf bestimmte Technologie -> Einsatz von PHP, ASP, Perl, JSP möglich
- Flexible Erweiterungsmöglichkeiten über PHP-API, PHP-Framework, Perl-Schnittstelle
- Einarbeitungszeit für Entwickler beträgt nur 2 – 4 Tage
- Einfache Benutzeroberfläche für Redakteure ohne IT-Spezialkenntnisse leicht bedienbar -> geringer Schulungsaufwand
- Verwendung von W3C-Standards

Bedienung
OpenSource Produkte orientieren sich stark an den Bedürfnissen von Entwicklern, während kommerzielle Content-Management-Systeme Rücksicht auf die IT-Kenntnisse von Redakteuren nehmen, die meist unter dem Niveau von Softwareentwicklern liegen. Dementsprechend erfahren OpenSource Produkte insbesondere von IT-Spezialisten Zuspruch, Systeme kommerzieller Hersteller dagegen erfreuen sich bei Redakteuren großer Beliebtheit.

Schulung
Der beim Einsatz von Content-Management-Systemen anfallende Schulungsaufwand für das Personal, ist bei einem OpenSource Produkt wie Typo3 deutlich höher als bei kommerziellen Systemen. Letztere profitieren hier besonders von der einfach und intuitiv gestalteten Benutzeroberfläche, deren Bedienung auch von Benutzern mit geringen PC-Kenntnissen schnell erlernt werden kann. Diesen Vorteil gegenüber OpenSource Produkten können kommerzielle Systeme besonders dann ausspielen, wenn eine große Anzahl weltweit verteilter Redakteure geschult werden soll.

Implementierung
Durch ihren für jedermann zugänglichen Sourcecode, bieten OpenSource Produkte nahezu unendliche Möglichkeiten für Entwickler, die Systeme zu verändern und eigene Erweiterungen einzufügen. Die somit erreichte große Flexibilität wird jedoch mit einem hohen Implementierungsaufwand erkauft. Um diesen einigermaßen zu begrenzen und damit gleichzeitig die Projektgesamtkosten unter Kontrolle zu behalten, ist neben umfangreichen Kenntnissen und Erfahrungen auch eine stringente und zielorientierte Projektplanung erforderlich.

Im Gegensatz zu OpenSource CMS, ist die Implementierung von kommerziellen Systemen deutlich schneller möglich. Ihr Sourcecode ist nicht für jeden offen, wodurch sie gegenüber dem Benutzer eher restriktiv ausgelegt sind, aber da gleichzeitig die meisten Funktionen bereits fertig integriert sind, haben kommerzielle CMS auch den Vorteil schneller einsatzbereit zu sein. Um Produkte wie Weblication® CMS dennoch flexibel gestalten und erweitern zu können, bieten die Hersteller häufig Programmierschnittstellen, so genannte APIs (Application Programming Interfaces), und Frameworkfunktionen an.
Dennoch bevorzugen Entwickler OpenSource Lösungen, da ihnen der Zugriff auf den Sourcecode die Anpassung des gesamten Systems an ihre individuellen Vorstellungen ermöglicht.

Systemerweiterung
Die Erweiterung von OpenSource Systemen erfolgt durch den direkten Zugriff auf den Sourcecode, wodurch beliebige Veränderungen möglich sind. Hersteller kommerzieller CMS bieten in einigen Fällen über APIs und Frameworkfunktionen diverse Erweiterungsmöglichkeiten.

Updates
Kommerzielle Produkte wie z.B. Weblication® CMS haben den großen Vorteil, dass sie meistens abwärtskompatibel ausgeliefert werden. Somit funktionieren Implementierungen auch mit neuen Softwareversionen, ohne vorher aufwendigen angepasst zu werden.

Dahingegen kann bei OpenSource Systemen nur mit hohem Aufwand ein Update auf eine neuere Softwareversion erfolgen, da sonst die direkt im Sourcecode vorgenommenen Veränderungen oder Eigenerweiterungen verloren gehen könnten oder auch nicht mehr funktionieren würden.

Lizenzkosten
Während die Lizenzkosten für kommerzielle Produkte, je nach Systemumfang und Redakteurszahl, oft im 6-stelligen Eurobereich liegen können, sind OpenSource Systeme stets kostenfrei erhältlich.

Gesamtkosten
Da sie ohne Lizenzkosten frei erhältlich sind, erscheinen OpenSource Systeme als günstige Alternative zu kommerziellen Produkten. Dabei verursachen für die Betreiber eines CMS vor allem der Aufwand für die Implementierung der Software und die Schulung der Redakteure Kosten. Da diese bei kommerziellen Produkten deutlich geringer ausfallen als bei OpenSource Lösungen, werden oft sogar die Lizenzkosten aufgewogen, so dass auch die Gesamtkosten kommerzieller CMS-Projekte niedriger sind, als jene, die mit OpenSource Produkten umgesetzt wurden.

Fazit
Wenn technisch versiertes Personal die Inhaltspflege übernimmt, die Anzahl der Redakteure gering ist und das erforderliche Entwickler-Know-How zu einem System bereits vorhanden ist, dann sind OpenSource Produkte die beste Wahl. Durch ihren Leistungsumfang und die entfallenden Lizenzkosten, stellen sie eine ernsthafte Alternative zu kommerziellen Produkten da.

Wenn die Projektentwicklungen schnell durchgeführt, die Entwicklungskosten niedrig gehalten und die Pflege von vielen Redakteuren mit geringen IT-Kenntnissen durchgeführt werden müssen, dann ist der Einsatz eines kommerziellen Content-Management-Systems sinnvoll. Da die Systeme schneller implementiert werden können, die Gesamtkosten eines Projektes oft geringer sind und den Redakteuren in der Regel die Bedienung deutlich leichter fällt als bei OpenSource Produkten, sind kommerzielle Produkte im Allgemeinen die effizientere Lösung.

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